Wie die gleichnamige Süßstofffirma zum Werbe-Spot bittet und Magda und
Anita singen bis sie Sterne sehen! Oder Eierlikör trinken. Oder beides. Prost!
"...ich nehm' nur Natreen zu mir!"
Nach den Zwei- bis Fünfjährigen hat die Werbung nun auch die Gruppe der über Hundertjährigen für sich entdeckt.
Wen also wundert's, wenn die Werbe-Fuzzies sofort Anita
Palmerova und Magda Anderson im Sinn haben?! Wenn jemand dem hinlänglich bekannten Eskimo einen eisgekühlten Eierlikör verkaufen kann, dann doch wohl die Zwei von der Näh- und Singegruppe "Nähen für den Hunger".
Also bittet die ebenfalls sehr bekannte Süßstofffirma (siehe oben) zum Vorsingen für einen Werbespot - und Anita, die ungarische Exil-Chansonette, sieht sich bereits als neue "Klementine" am Sternenhimmel der Werbestars.
Ihre Freundin Magda möchte lieber in die neue Hüfte ihrer Schwester investieren, aber schon bald singen die beiden, bis sie Sterne sehen! Oder Eierlikör trinken? Oder beides! Prost!
Sexpuppen, Inkontinenz und der Hals von Ingrid Bergmann - wenn Chris Palmer und Adrian Anders als die beiden "alten Weiber" Anita Palmerova und das etwas tüddelige Omchen Magda in ihr Leben einladen, nimmt das Lachen kein Ende.
Wie alle Programme der BöSEN SCHWESTERN: grotesk, zu Herzen gehend - zum Totlachen eben!!!
Komik mit Musik für zwei Spieler
Dauer: 130 Minuten inklusive einer Pause
Buch, Regie & musikalische Arrangements: Adrian Anders
Produktion: theater DIE BöSEN SCHWESTERN
FILMAUSSCHNITT
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Ausreichend Eierlikör gehört einfach dazu
HAMELN. Sex, Inkontinenz und Eierlikör - was das auf der Kulturseite zu suchen hat? Die "Bösen Schwestern" waren wieder da, ganz einfach.
Mit ihrem aktuellen Programm "Zucker Babies" begeisterten sie am Freitagabend das Publikum im Lalu im Hefehof so sehr, dass die Hamelner sie gar nicht gehen lassen wollten.
Adrian Anders und Chris Palmer aus Hannover füllten zuletzt erst Anfang Dezember das Theater auf dem Hefe Hof und trotz des kurzen Abstandes der beiden Auftritte war das Lalu auch diesmal wieder bis auf den letzten Stehplatz ausverkauft.
Erfolgsrezept der beiden "Damen"? Populäre Schlager mit pfiffigen eigenen Texten und eine gehörige Portion Selbstironie, wenn die beiden Herren als schrullige Magda Anderson und mondäne Anita Palmerova über Gott und die Welt, das Leben und das Älter werden, miteinander, aber noch lieber übereinander, herziehen.
Da verschwimmen Realität und Wunschtraum, wenn Anita bei "Rote Lippen soll man küssen" von heißen Nächten mit dem Pfleger Moritz aus dem Herz-Maria-Jesu-Altenheim schwärmt und der Saal rockt mit, wenn Magda kräftig in die Saiten greift. Herrlich, die Interpretation von "Mein Freund der Baum" und zum Lachen das Schlusslied "Mit 90 fängt das Leben erst an". Da glaubt man gern den Beiden, wenn sie singen "Schön, so schön war die Zeit". Highlight vor der Pause war allerdings der Song "Bad Harzburg im Schnee, Hier tanzt die Maus", unter Beteiligung der Zuschauer, die begeistert mitsangen.
Ach, worum es in dem Programm überhaupt ging? Wie immer ein durchgehendes Stück spielend, zeigten die Hannoveraner diesmal ihre beiden Damen beim Casting für einen Werbespot für Süßstoff. Und dabei mag man es gar nicht glauben, dass wirklich zwei Männer auf der Bühne standen. Perfekt in Kostüm und Maske, mit zarter Stimme, viel Ausdruck und Grazie begeisterten sie ihr Publikum.
Die wahren Fans der "Bösen Schwestern" saßen mit ausreichenden Vorräten an Eierlikör, dem Markenzeichen der Comedians, in der ersten Reihe. Von Chris Palmer und Adrian Anders nach über zwei Stunden Programm gefordert, der Hit des Abends "Zucker, Zucker, Baby" als Zugabe nach der Zugabe noch mal in der poppigen Variante, bevor die beiden Seniorinnen zurück ins Herz-Jesu-Altenheim durften.
DEWEZET Hameln, von Andrea Gerstenberger
Blödeln nach allen Regeln der Kunst
BAD PYRMONT. Na, denn Prösterchen! Auch wenn der ausgeschenkte cremige Likör wohl nicht ganz dem Geschmack der schrulligen Damen aus Hannover entsprochen hätte, denn Magdalein (Adrian Anders) und Anita Palmerova (Chris Palmer) mögen es eher süffiger: Sie pflegen für ihr handgemachtes Kultgetränk zwei Flaschen Korn und nur ein Ei zu nehmen.
Dieses Mal stellen sie sich einem Casting mit den Herren Schleunhagen und Müller von einer namhaften Süßstoff-Firma. Magda und Anita sollen als ,,Sugar Sugar-Babys“ für die kleinen weißen Pillen werben. Man sollte meinen, so etwas kann kaum abendfüllend sein. Doch da kennt man die komischen Alten aus der Landeshauptstadt schlecht. Palmer und Anders machen aus der Wartezeit, die das Pärchen bis zur Entscheidung der Jury verbringt, zwei gewohnt heitere Stunden, mit einigen deutschen Schlagern, mit spitzen Sticheleien über die Macken der jeweils anderen und dem genussvollen Beschreiben aller denkbaren Wehwehchen des Altwerdens. Schlagfertig blödeln und kalauern sie nach allen Regeln der Kunst. Der schräge Nonsens ist ihre Stärke. Besonders witzig ist ihre Mimik. Wenn Magda und Anita auf ihren Stühlen sitzen und nichts tun als frustriert und stumm auf die Entscheidung der Jury zu warten, dann sprechen ihre Gesichtszüge Bände. Anita, die frühere Diva und exaltierte Dame im eleganten Kostüm, und Magda, das spießige Muttchen im Kittelkleid, passen eigentlich gar nicht zusammen, aber sie lieben sich. Irgendwie.
Das Publikum liebt die Beiden offensichtlich auch und spendete begeistert Applaus.
Deister-Weser-Zeitung, von Karin Heininger
Schwestern singen bis zum süßen Sieg
Ganderkesee. Bereits zum sechsten Mal hat das Hannoveraner Schauspiel-Duo "Die bösen Schwestern" am Donnerstag im Haus Müller Station gemacht.
Die durch ihre musikalische und pantomimische Begabung aus der Gilde der Kabarettisten heraus ragenden Akteure Chris Palmer und Adrian Anders schlüpften dabei erneut in die Rollen der Seniorinnen Anita und Magda.
Denn im Herz-Maria-Jesu-Altenheim drohen die Lichter
auszugehen, nachdem der leitende Pastor das Geld der Bewohner am Finanzmarkt verzockt hat und nun im Gefängnis sitzt. Längst müssen sich die Betreiber der Wohneinrichtung nach privaten Übernahmeinteressenten umsehen.
Doch damit zumindest beim Verkauf noch Rendite gemacht wird, soll ein Tag der offenen Tür für steigende Belegung sorgen. Schließlich konnte sich ein Großteil der durch die Pastoren-Zockerei verarmten Alten sein schönes Heim nicht mehr leisten und war, keineswegs freiwillig, ausgezogen.
In bewährter Manier füllten Palmer und Anders die ihnen auf den Leib geschneiderten Charaktere von Anita und Magda aus, die trotz solcher Tristesse des Heimalltags und den Untiefen der gesellschaftlichen Realität ihren Humor nicht verlieren.
Ihr großes Talent bewiesen sie mit ihren zahlreichen Songs, die kalauernd Uralt-Klassiker des deutschen Volksliedes aufnahmen, aber auch kritische Spitzen in Richtung Merkel/ Westerwelle enthielten.
Dankbar griff das Publikum im ausverkauften Haus Müller solch amüsante Anspielungen auf und sang kräftig mit.
HAZ, Leinezeitung, von Markus Holz
Windeln für Alte
Seniorenmarketing ist die Zukunft.
Findige Verkaufsstrategen zerbrechen sich den Kopf darüber, wie sie ihre Produkte an die sogenannten Best Ager bringen. Dabei geht es in einer alternden Gesellschaft nicht nur um Gebißreiniger oder Gehhilfen. Aber schon bei der Frage der zielgruppengerechten Ansprache fangen die Probleme an.
Anita Palmerova und Magda Anderson, Hauptfiguren im neuen Stück "Zucker-Babies" des hannoverschen Musiktheaters Böse Schwestern, belegen die unterschiedlichen Interessen älterer Damen.
Anita, die "Schonsonette von Welt" im eleganten Blazer, hat ein klares Ziel: In Glanz und Gloria will sie in ihre ungarische Heimat zurückkehren. Mit hämmerndem osteuropäischem Akzent plappert sie von den Vorzügen Ungarns, von Plattensee und Plattenbau. Magda hingegen ist der Typ tüdelige Oma. Im praktischen Kittel steht sie da mit geschürztem Mund, hält mal ihre Handtasche, mal ihre Gitarre eng umklammert und wünscht sich eine neue Hüfte für ihre Schwester.
Beider Wünsche könnten wahr werden, denn eine Süßstofffirma sucht nach Werbedarstellern mit Identifikationspotential und hat die trällernden Damen zum Vorsingen eingeladen. Beim Casting glänzen sie mit allerhand zielgruppenspezifisch umgedichteten Schlagern und Evergreens. So wird aus Cat Stevens' "Father and Son" der schonungslos inkontinente "Windelsong", und der Bee-Gees-Stampfer "Stayin' Alive" bekommt einen seltsam beklemmenden Unterton, wenn die zwei Ladys im Refrain trotzig feststellen: "Wir leben noch". Zum Werbesong schafft es schließlich Peter Kraus' Gassenhauer "Sugar Baby" in der kalorienarmen Version.
Sobald die Schauspieler ihre gut harmonisierenden Stimmen zum Einsatz bringen, macht sich auch beim Publikum gute Stimmung breit. Und wie es sich für einen erfolgreichen Werbesong gehört, singen die Zuschauer schon bald mit.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, von Marina Kormbaki
Zuckerbabies machen Süßstoff zu Zündstoff
BAD NENNDORF. Süßstoff kann auch Zündstoff sein, jedenfalls wenn “Die Bösen Schwestern” ihn besingen.
Rund 120 Gäste im Kurtheater kicherten und glucksten in ihren Sitzen, als die Komödianten Chris Palmer alias Anita Palmerova und Adrian Anders als Magda Anderson das spitze Wort und die Gitarre schwangen.
Ein Kanon auf “Natreen” wurde mit dem Publikum angedacht, weil im Theaterstück die gleichnamige Süßstofffirma zum Werbe-Spot eingeladen hatte. “Natreen, eine von uns beiden muss nun geh´n…” verballhornten die “Zuckerbabies” den Marianne-Rosenberg-Schlager “Marleen” und trafen damit laut hörbar genau den Geschmack des Publikums.
Magda, im Kittelschürzenkleid mit Strohhut und Gitarre, bildet schon rein optisch den krassen Gegensatz zum rosa Chanel-Look der Csárdásfürstin Anita, die ein Marika-Rökk-Double sein will. Dauernd streiten die zwei Frauen miteinander, und aus dieser Spannung erwächst dann die Show. In Richtung Publikum wurde mit einem fiktiven Dr. Müller und Herrn Schleuenhagen kommuniziert, denen sie vorzusingen hatten.
Nach dem gespielten Genuss von zwei Flaschen Eierlikör kam es zu lustigen Namensverwechslungen wie “Dr. Schleuderhaken” oder “Schleuderbacke”. Anzüglichkeiten in Sachen Sex, die Lust auf junge Pfleger, Diabetes, Pampers und Inkontinenz bildeten die wesentlichen Zutaten der Unterhaltung. Gelächter und Beifall fanden die alten Schlager im neuen Textkleid, beispielsweise “Rote Lippen soll man küssen”, und das Publikum rockte mit, als Magda kräftig in die Saiten griff.
“Singen bis sie Sterne sehen!” versprechen “Die Bösen Schwestern” auf ihrer Website und haben dies auch in Bad Nenndorf umgesetzt, wenngleich sie über den Schnee in Bad Harzburg besser Bescheid wussten und dieser Stadt sogar ein Lied gewidmet haben.
Schaumburger Nachrichten, von ems
Duo macht mit dem Programm "Zucker-Babies" auf sich aufmerksam
REMSCHEID. Die eine möchte mit Glanz und Gloria wieder in ihre ungarische Heimat ziehen... Die andere wünscht sich ganz praktisch eine neue Hüfte für ihre Schwester.
"Zucker-Babies" nennen die beiden "alten Weiber" (Chris Palmer alias Anita Palmerova und Adrian Anders als Magda Anderson), die eigentlich Männer sind, ihr Programm mit viel Musik und Komik; mit dem sie auch die Zuschauer Freitagabend im gut besuchten Rotationstheater in Lennep bestens unterhielten...
Perfekte Kostüme und Masken ließen die Zuschauer fast vergessen, dass hier zwei Männer auf der Bühne standen. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie unterhielten sich die beiden, machten sich übereinander lustig und schilderten groteske Szenarien. Populäre Schlager wurden mit pfiffigen eigenen Texten versehen, wie beispielsweise die Interpretation des Liedes "Mein Freund der Baum".
Und während die Zuschauer herzlich lachten, erklärte Magda kategorisch: "Das singe ich nicht. Das ist ja furchtbar".
Verstehen tun sich die beiden ohnehin nicht. "Warum eine Hüfte für deine Schwester? Fällt sie denn um, wenn sie keine neue kriegt?" Zur Freude des Publikums, dass sich über das Duo herrlich amüsierte.
Remscheider General Anzeiger, von Sabine Naber
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